Sonntag, 29. März 2020
Notruf: 122

Erneute Fahrzeugbergung auf der L2118

Am 25. November 2016 wurden wir um 18:09 Uhr von Florian Niederösterreich zu einem Verkehrsunfall mit der Alarmstufe "T1" auf der L2118 mit der Zusatzinfo, "Bei der S-Kurve", alarmiert. 

Da einige Kameraden gerade im Feuerwehrhaus anwesend waren, um die letzten Vorbereitungen für unser morgiges Abzeichen "Ausbildungsprüfung Technischer Einsatz" zu treffen bzw. am Weg zum Feuerwehrdepot waren, konnte innerhalb kürzester Zeit unser Rüstlöschfahrzeug mit sechs Mann zum Einsatzort abfahren.

Kurze Zeit später rückten unser Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung und Kommandofahrzeug ebenfalls aus.

Am Einsatzort eingetroffen, teilte man uns mit, dass ein Fahrzeuglenker, bei sehr dichtem Nebel, die Kontrolle über seinen SUV verlor und dieses mehrere Meter in den Abgrund rutsche, ehe der Personenkraftwagen gegen einen Baum prallte und zum Stillstand kam. Auch bei diesem Einsatz, hatte der Lenker des Fahrzeuges Glück im Unglück! Der Fahrzeuglenker konnte sein sehr stark deformiertes und schwer beschädigtes Fahrzeug beinahe ohne Verletzungen verlassen. Das Rote Kreuz nahm ihn jedoch trotzdem zur Kontrolle in das Universitätsklinikum nach Tulln mit. 

Da das Auto sehr tief in den Wald rutschte, gestaltete sich die Bergung des Fahrzeugs mehr als nur schwierig. Mit Hilfe der Seilwinde des Rüstlöschfahrzeugs, der Umlenkrolle, zweier Rundschlingen und zweier Schäkel konnten wir das Fahrzeug nach oben auf die Straße ziehen. Leider rutschte der SUV genau zwischen zwei Bäumen durch, sodass ein direktes herausziehen unmöglich war. Mit etwas Muskelkraft und Ausnutzung der Hebelgesetze, konnten wir das Auto ein wenig auf die Seite schieben, um eine schonende Bergung durchführen zu können.

Doch wie das Auto auf die Straße gezogen war, stellte sich heraus, dass dieses unlenkbar ist. Aufgrund der starken Kräfte die bei einem Aufprall mit einem Fahrzeug gegen einen Baum wirken, war der Radkasten bzw. Kotflügel so stark deformiert, dass das Lenken des Fahrzeuges nicht mehr möglich war. Mit Unterstützung des Hydraulischen Rettungsgerätes, genauer gesagt mit dem Spreizer, konnten wir den Abstand zwischen Rad und Radkasten so vergrößern, dass das Lenken des SUVs leichter fiel.

Mittels der Abschleppstange zogen wir das Fahrzeug entlang der L2118 zum Feuerwehrhaus und stellten es gesichert mit den Kameraden der freiwilligen Feuerwehr Kirchbach, welche gemeinsam mit uns für das Abzeichen übten und warteten, ab.

Für die gesamte Dauer des Einsatzes war die Landesstraße gesperrt.

Abschließend wurde noch die Batterie abgeklemmt, ehe wir die eingesetzten Geräte versorgten und der Leitstelle, Florian Niederösterreich, unsere Einsatzbereitschaft meldeten. 

Im Einsatz für rund zwei Stunden standen:

  • Freiwillige Feuerwehr Hintersdorf mit drei Fahrzeugen und 17 Personen
  • Rotes Kreuz Tulln mit einem Fahrzeug und zwei Personen
  • Polizei St. Andrä Wördern mit einem Fahrzeug und einer Person
  • Polizei Königstetten mit einem Fahrzeug und zwei Personen
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