Montag, 11. Dezember 2017
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Leistungstest für Atemschutzgeräteträger

Am 14. April 2017 führten wir gemeinsam mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Kirchbach und Klosterneuburg-Maria Gugging die neue Form der Atemschutztauglichkeitsuntersuchung, den Finnentest, durch.

Seit dem heurigen Jahr ist eine neue Form der Untersuchung der Atemschutztauglichkeit gültig. Anhand des Alters des Feuerwehrmitglieds müssen unterschiedliche Nachweise zur Tauglichkeit erbracht werden. Was in allen Altersklassen gleich ist, ist der jährliche Leistungstest. Es gibt drei Möglichkeiten, zwischen denen jedes Mitglied wählen kann. Der Finnentest ist eine mögliche Variante davon.

Um diesen Leistungstest erfolgreich zu bestehen müssen verschiedene Stationen, in einer bestimmten zur Verfügung gestellten Zeit mit der Atemschutz-Vollmontur, bewältigt werden.
Die Vollmontur besteht aus der kompletten Einsatzbekleidung: Stiefel, Einsatzhose, Einsatzjacke, Einsatzhandschuhe, Hitzeschutzhaube, Helm, Vollvisiermaske, Atemschutzgerät.

Die zu absolvierenden Stationen sind folgende:

  • Gehen ohne und mit zwei Kanistern (rund 16kg), maximale Zeit: 4 Minuten  
    100 Meter gehen ohne Kanister
    100 Meter gehen mit Kanister
  • Stiegen hinauf- und heruntersteigen, maximale Zeit: 3,5 Minuten
    90 Stufen hinauf
    90 Stufen herunter
  • Hämmern eines LKW-Reifens (rund 47kg), maximale Zeit: 2 Minuten
    Mit Hilfe eines rund 6kg Schlägels muss der Reifen drei Meter weit geschlagen werden.
  • Unterkriechen – Übersteigen von Hindernissen, maximale Zeit: 3 Minuten
    Länge der Bahn: 8 Meter
    Höhe der Hindernisse: 60 Zentimeter
    Abstand der Hindernisse: 2 Meter
    Breite einer Hindernisbahn: 2 Meter
  • C-Schlauch einfach rollen, maximale Zeit: 2 Minuten
    Während des Rollens darf sich das andere Ende nicht von der Stelle bewegen!

Sollte eine Station unter der maximal zur Verfügung gestellten Zeit positiv absolviert werden, so muss die restliche Zeit als Erholungsphase genutzt werden ehe zur nächsten angetreten werden kann.

Trotz der vielen, teilweise sehr anstrengenden Übungen und anfänglicher Skepsis dieses Tests, haben alle Mitglieder aller Feuerwehren das Übungsziel erreicht und die neue Form des Leistungstest für Atemschutzgeräteträger bestanden.

Vielen Dank an die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr St. Andrä-Wördern, welche das Atemluftfahrzeug, kurz ALF genannt, zur Verfügung stellten um die verbrauchten Atemschutzflaschen wiederzubefüllen.

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